Lernen mit ChatGPT

Shownotes

ChatGPT sorgt auch in der Bildungsforschung für intensive Debatten und wird zunehmend selbst zum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Doch was wissen wir tatsächlich darüber, wie gut die KI beim Lernen hilft? In der aktuellen Folge von Schampar digital sprechen wir mit Joshua Weidlich, DIZH-Brückenprofessor an der Universität Zürich und der PH Zürich. Ein LinkedIn-Beitrag von ihm hat eine breite Diskussion über den Hype rund um ChatGPT in der Forschung ausgelöst.

Joshua Weidlich ordnet ein, warum viele Studien zu vorschnellen Schlüssen kommen, wenn sie positive Lerneffekte berichten, ohne den tatsächlichen Einsatz von ChatGPT genau zu analysieren. Er erklärt, weshalb ein gemessener Lernerfolg nicht automatisch nachhaltiges Lernen bedeutet und wo die Forschung zu künstlicher Intelligenz in der Hochschulbildung an ihre Grenzen stösst.

Im Gespräch erläutert er, wie man ChatGPT gezielt zum Schreiben oder Üben nutzen kann und welche Kompetenzen Lehrende brauchen, um solche Lernprozesse sinnvoll zu begleiten. Auch die Hochschulen stehen vor neuen Aufgaben: Prüfungsformate müssen überdacht, Lehr- und Lernformen angepasst und der Einsatz von KI kritisch reflektiert werden.

Joshua teilt seine eigenen Erfahrungen mit ChatGPT als persönlichem Prompting-Tutor und zeigt, dass die KI beim Lernen helfen kann, allerdings nur, wenn man weiss, wie man sie richtig einsetzt. Denn Lernen darf sich gut anfühlen, sollte aber anstrengend bleiben. Nur so entsteht nachhaltiger Lernerfolg.

Joshua Weidlich ist DIZH-Brückenprofessor für Digitale Hochschuldidaktik an der Universität Zürich und der PH Zürich. Er forscht zum Einsatz digitaler Technologien zur Förderung von Lehren und Lernen in der Hochschulbildung. Weitere Themen sind u.a. personalisiertes Feedback, Feedback-Literacy und Learning Analytics.

Moderation: Frank Richter und Jessica Reust

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.