Vom C64 zum Chatbot. Technologie im Klassenzimmer

Shownotes

Vom C64 bis zum KI-Assistenten: Technologie im Klassenzimmer hat eine lange Geschichte und ein bekanntes Muster. Wir sprechen mit Michael Geiss von der PH Zürich über Begeisterung und Ernüchterung, über die strukturelle Abhängigkeit von Tech-Konzernen und über die wichtige Frage: Was sollen Kinder lernen, wenn sich die Welt schneller verändert als der Lehrplan?

Michael Geiss ist Leiter des Forschungszentrums Bildung und Digitaler Wandel und Professor für Erziehungswissenschaft an der PH Zürich.

Mehr Informationen Link zum Beitrag auf dizh.ch Beitrag dizh.ch Als in den 80er Jahren die ersten Computer in die Schulzimmer kamen, waren die Erwartungen gross, aber der Nutzen blieb überschaubar. Der Bildungsforscher Larry Cuban hat das mit «oversold and underused» auf den Punkt gebracht. Dabei war der Weg dorthin alles andere als zufällig. Eine gut vernetzte Allianz aus Informatiker:innen und engagierten Lehrpersonen hatte das Thema seit Ende der 70er Jahre auf die politische Agenda gesetzt. Als Computer auch wirtschaftlich relevant wurden, zogen Gemeinden und Kantone nach. Was damals passierte, hat sich seitdem mehrfach wiederholt. Michael Geiss von der PH Zürich hat in Lehrerzeitschriften nachgezählt und für jede Technologiewelle dasselbe Muster gefunden. Euphorie, Ernüchterung, stille Normalisierung. Das Internet in den 90ern, Tablets, Metaverse. Wiederholt es sich gerade bei KI? Im Gespräch geht es nicht nur um Geschichte, sondern um Fragen, die den Schulalltag heute prägen. Warum landen Schweizer Schulen fast zwangsläufig bei den grossen Tech-Konzernen? Wie riskant ist diese Abhängigkeit? Was wird im Fach «Medien und Informatik» vermittelt? Und was brauchen Lehrpersonen, um junge Menschen auf eine Welt vorzubereiten, die sich schneller verändert als der Lehrplan? Michael Geiss ist Leiter des Forschungszentrums Bildung und Digitaler Wandel und Professor für Erziehungswissenschaft an der PH Zürich. Weitere Informationen

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